Die Vereinsgeschichte des Roomz Hotels ZV Handball Wiener Neustadt

Zweigverein des 1. Allround Sportklub Wr. Neustadt

Im Jahre 1950 wurde die Sektion Handball im Rahmen des „Erster Wiener Neustädter Allround Sportverein“ ins Leben gerufen. 1953 wurde auch zum ersten Mal eine Damenmannschaft aufgestellt, welche dann leider in den Jahren 1958/59 wieder aufgelöst werden musste.

Nach einigen Jahren des „auf “ und „ab“ wurde in der Saison 1966/67 scheinbar anlässlich des 20 jährigen Bestehens ein Siegeszug fast in Vollendung erreicht. In 14 Spielen wurde ohne Niederlage der Meistertitel sichergestellt. 1972 wurde wieder mit „Damenturnen“, sozusagen als Handballvorschule im HAK-Turnsaal begonnen und 1973 konnte erstmals mit Harald Reiterer ein Trainer für die Damenmannschaft gewonnen werden.

Mit der Teilnahme an der Kleinfeldmeisterschaft 1973 begann die heutige Ära der Damenmannschaft. Es kam dann Josef Winkler als Sektionsleiter in den 70er Jahren, wobei ab 1977 Heinz Schindler diese Stelle übernahm. In diesem Jahrzehnt gab es große Erfolge der Damen — Meister 1.Klasse – NÖ Landesmeister 77/78 vor Hypo Südstadt — 2x NÖ Jugendlandesmeistertitel — Zweiter der Österreichische Staatsmeisterschaft.

1980 beendete Harald Reiterer seine Trainertätigkeit bei den Frauen und stand dem Verein vorerst nicht mehr zur Verfügung, wobei noch erwähnt werden soll, dass Reiterer Harald seit 1976 auch im NÖHV als Frauenreferent tätig war. Obwohl Erfolge vorhanden, wurde die Arbeit für Heinz Schindler immer schwerer, sodass 1982 Reiterer Harald in Verbindung mit Willi Hörschläger und Erwin Stingl die Sektionsleiterstelle übernahm.

1982/83 konnte bei den Herren der Landesmeistertitel erreicht werden. Bei den Aufstiegsspielen in Ferlach wurde der Aufstieg in die Staatsliga B erreicht. Auch die Frauenmannschaft erreicht bei den Aufstiegsspielen, als 2. der NL Liga, eine Woche später den Aufstieg in die Frauenstaatsliga.

Nach der Saison 1984/85 übergab Harald Reiterer die Sektionsleitung an Willi Hörschläger und Erwin Stingl, welche dann 1986/87 an Kurt Grebesits übergaben. In weiterer Folge übernahm Heinz Schindler und dann Ing. Hans Haidvogel sowie Herbert Schreiner die Sektionsleitung. Finanzielle Probleme führten schließlich zum Abstieg der Herren und Damen in der Saison 1991/92. Ab der Saison 1992/93 hatte wieder Heinz Schindler die Sektionsleitung inne. In den Saisonen 1993/94 und 1994/95 wurden die Herren jeweils NÖ – Landesmeister und 1995 gelang endlich wieder der Aufstieg in die Staatsliga B der Herren. Die überaltete Mannschaft wurde durch junge Spieler aus den Bundesländern aufgefrischt. In der Saison 1996/1997 war leider der Zusammenhalt in der Mannschaft nicht mehr gegeben und das bedeutete schließlich wieder den Abstieg aus der Staatsliga B.

Die Damen spielten ab der Saison 1992/93 in der NÖ – Landesliga. Erst 1996/97 wurde man ungeschlagen NO-Landesmeister und es gelang dieser Mannschaft unter der neuen Trainerführung der Aufstieg in die Damenstaatsliga. Sei dieser Zeit sind unsere Damen in der Frauenstaatsliga etabliert (weitere Einzeldaten siehe Vereinserfolge).

Am 27.12.1999 wurde durch die konstituierende Generalversammlung, die Handballsektion von Allround Wr. Neustadt zu einem Zweigverein McDonald`s Wr. Neustadt umgebildet und verbleibt weiterhin unter dem Dache des 1.Wr. Neustädter Allround Sportvereines.

Mit diesem Schritt wurde die heutige Ära eingeläutet. Seit der Saison 1999/2000 ist unsere Damenmannschaft ein ständiger Bestandteil der obersten Damenhandballliga in Österreich. Dabei belegten unser Damen zumeist einen Platz unter den ersten drei. Im österreichischen Cup sind wir ebenfalls fast jedes Jahr bis unter die letzen vier vorgedrungen. International sind wir in dieser Zeit ebenfalls sehr erfolgreich unterwegs gewesen. Nachdem die Saison 99/00 als Lernphase bezeichnet werden muss, sind wir seither immer mindestens ins 1/8-Finale gekommen, zweimal sind wir sogar erst im 1/4-Finale ausgeschieden. Zusätzlich durften wir uns in der Saison 01/02 bei der Champions League Qualifikation beweisen. Zu diesen Erfolgen trugen uns Spielerinnen wie Natascha Rusnatschenko, Ausra Fridrikas, Rima Sypkus, Beatrice Wagner, Lolita Magelinskas, Laura Fritz, Dagmar Müller, Jolante Jankeviciene, Alla Matuschkowitz und Agnete Grigaite. Diese Liste ist jedoch bei weitem nicht vollständig.

Am Anfang der Saison 2008/09 wurde ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung getätigt. Es folgte der jetzige Obmann Stephen Gibson dem langjährigen Sektionsleiter Heinz Schindler, um den Verein an die geänderten Verhältnisse im Bereich der Wirtschaft und Politik anzupassen. Man verzichtete für diese Umstrukturierungsmassnahme freiwillig auf die Teilnahme im Europacup. Stattdessen wurde ein Weg eingeschlagen, der besonders die Jugendarbeit in den Vordergrund stellt. Dieser Weg wurde im ersten Jahr gleich mit dem Erreichen eines österreichischen Meistertitels durch die U11 Mädchen belohnt. Der Weg mit der eigenen Jugend wurde konsequent weitergegangen und es folgten weitere österreichische Meistertitel im Nachwuchs durch die Mannschaften der Geburtsjahrgänge 1997 und 2004. Das dies der richtige Weg war und ist, beweist der Umstand dass in der Saison 2017/2018 bereits 11 Eigenbauspielerinnen im Kader der WHA-Mannschaft stehen. Wir werden auch in Zukunft in diese Richtung weiterarbeiten, um unseren Jugendlichen die bestmögliche handballerische Ausbildung zukommen zu lassen und schlussendlich gemeinsam mit ihnen in der Kampfmannschaft um die größtmöglichen Erfolge zu kämpfen.